Eine Alarmanlage für Ihr Haus

Es gibt gute Gründe, das eigene Zuhause gegen Einbrecher zu schützen. Das erfährt man schon beim täglichen Blick in die Zeitung: Die Zahl der Einbrüche ist in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen, die Aufklärungsquote hingegen ist niedrig. Für einen effektiven Einbruchschutz gehört in jedem Fall die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen. Darüber hinaus bieten Alarmanlagen noch einmal zusätzliche Sicherheit. Zwar verhindern sie keinen Einbruch, wirken aber nachweislich abschreckend auf Einbrecher und minimieren zudem das Zeitfenster, in dem die Täter nach einem gelungenen Einbruch agieren können. Die schrillen Sirenen der Alarmanlage setzen die Täter unter Druck und lassen ihnen nur wenig Zeit, ihre Spuren zu verwischen. So steigt auch die Chance, dass die Polizei die Täter schnappt. Bei einem Funkalarm mit Alarmkette werden zudem eine Notrufstelle und ausgewählte Personen innerhalb von Sekunden benachrichtigt.

Eine Einbruchmeldeanlage lohnt sich

Die Installation einer Alarmanlage kann für Mieter ebenso sinnvoll sein wie für Eigenheimbesitzer. Denn im Idealfall können Funkalarm, Bewegungsmelder und Öffnungsmelder (Kontaktmelder) schmutzarm installiert und nahezu rückstandslos wieder entfernt werden, sodass Sie Ihre Alarmanlage bei einem Umzug problemlos mitnehmen können. Die Installation einer Funkalarmanlage dauert je nach Größe Ihrer Immobilie und Anzahl der Melder etwa zwei bis sechs Stunden.

So erkennen Sie gute Alarmsysteme

Die Auswahl an Alarmsystemen und Herstellern ist groß. Zunächst sollte unterschieden werden zwischen Systemen, die Sie selbst bei sich zu Hause installieren können und die bereits für wenige hundert Euro zu haben sind, und solchen, die vom Fachmann installiert werden, geprüft sind und entsprechend teurer ausfallen. Die Stiftung Warentest hat sich mit der Billigvariante zur Selbstinstallation beschäftigt und durchweg entweder große Sicherheitslücken festgestellt oder eine komplizierte Handhabung, in vielen Fällen auch beides.

Eine hochwertige Hausalarmanlage zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Zertifizierte Technikkomponenten nach EN und VdS-Home
  • Sabotagesicher und störungsarm
  • Projektierung, Installation und Wartung nur durch qualifizierten Fachmann
  • Verbindung zu einer rund um die Uhr besetzten Notruf- und Serviceleitstelle
  • Jederzeit erweiterbar um z.B. Rauchmelder

Die Normen unterscheiden zwischen vier Graden bei Alarmanlagen. Einbruchmeldeanlagen mit Grad 1 liegen unterhalb der polizeilichen Anforderungen und werden nicht empfohlen. Für gewöhnliche Häuser und Wohnungen ist eine Grad-2-Einbruchmeldeanlage die richtige Wahl, während Grad 3 oder 4 vor allem bei Gewerbeobjekten oder öffentlichen Einrichtungen mit hoher Gefährdung zum Einsatz kommen.

Aufgaben einer Alarmanlage: Fenster, Türen und Räume überwachen

Ihre Alarmanlage ist ein technisches System, das über Ihr Zuhause wacht und wie ein immer anwesender und aufmerksamer Wachmann funktioniert. Die Bewegungsmelder sind seine Augen und nehmen wahr, wenn unberechtigte Personen sich Zugang zu Ihrem Haus verschaffen wollen. Ähnlich wie das Licht im Kühlschrank angeht, wenn Sie die Tür öffnen, reagieren elektrische Kontakte an Fenstern und Türen, wenn diese geöffnet werden. Darüber hinaus sendet Ihre Alarmanlage über ein eingebautes IP/GSM Modem einen stillen Alarm an eine Notruf- und Serviceleitstelle oder informiert Sie auf Wunsch per SMS. Alarmanlagen wie die DAITEM D22, die wir bei HAUSSICHERHEIT PLUS verwenden, können zudem auch über das Smartphone gesteuert werden. Die kostenfreie App sendet bei Alarm eine Push-Mitteilung und ist ebenfalls Smarthome-fähig. So können Sie beispielsweise auch Ihre Torautomation oder Beleuchtung mit dieser App steuern.

Die einzelnen Bestandteile einer Einbruchmeldeanlage:

  • Bewegungsmelder
  • Öffnungsmelder (Kontaktmelder)
  • Glasbruchmelder
  • Funkzentrale
  • Bedienelemente (Funk-Fernbedienung, App oder fest installierte Bedienelemente)

Sie haben die Wahl: Außenhautüberwachung oder Fallenüberwachung:

Bei der Alarmanlage gibt es zwei unterschiedliche Überwachungsprinzipien, die auch miteinander kombiniert werden können. Bei der sogenannten Außenhautüberwachung werden alle Fenster und Türen mit Öffnungsmeldern ausgestattet. Bei der Fallenüberwachung werden einzelne Räume mit Bewegungsmeldern ausgestattet, die Einbrecher mit hoher Wahrscheinlichkeit betreten werden. Die Außenhautüberwachung hat den Vorteil, dass sie bereits einen Alarm auslöst, bevor der Einbrecher eingedrungen ist. Darüber hinaus kann die Anlage auch eingeschaltet werden, wenn Personen oder Tiere zu Hause sind.

Zusätzlich kann ein Voralarm empfehlenswert sein, der schon dann greift, wenn sich jemand dem Haus nähert. Er wird beispielsweise durch Überschreiten einer Lichtschranke oder eines Bewegungsmelders ausgelöst. Ein Fehlalarm durch Haustiere oder beispielsweise den Briefträger sind hier allerdings nicht ausgeschlossen.