Effektiver Einbruchschutz lohnt sich

„Einbrecher kommen eh überall rein, egal, wie gesichert das Haus ist“ − diesen Satz haben Sie sicher auch schon gehört, wenn Sie mit Freunden oder Nachbarn über Einbruchschutz gesprochen haben. Dabei sind die meisten Einbrecher gar keine gut ausgerüsteten Profis, sondern Gelegenheitstäter, die sich durch mechanischen und technischen Einbruchschutz durchaus abschrecken lassen. So werden 42 Prozent der Einbrüche heutzutage abgebrochen, vor zehn Jahren waren es nur 30 Prozent. Laut Polizei ist diese positive Entwicklung dem verstärkten Einsatz von Sicherheitstechnik zu verdanken.

Einbruchsicherung zahlt sich aus

Die Investition in Sicherheitstechnik für Haus und Wohnung lohnt sich: Denn auch wenn sich der materielle Schaden nach einem Einbruch relativ leicht beheben lässt, hinterlässt das Eindringen von Fremden Spuren bei den Einbruchsopfern: Das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden schwindet und ist oft schwer wiederzuerlangen. Wie aber schützt man sein Zuhause effektiv?

Gefährdet sind Mehrfamilienhäuser, Einfamilien- oder Reihenhäuser gleichermaßen. Bei Mehrfamilienhäusern sind wegen der wenig frequentierten Flure vor allem die Wohnungen in den oberen Etagen im Fokus der Langfinger. Während sich Diebe hier meist über die Wohnungseingangstür Zugang verschaffen, bieten Einfamilienhäuser vor allem Einstiegsmöglichkeiten über ebenerdige Fenster, Balkon- und Kellertüren sowie generell über Fenster, die leicht aufgehebelt werden können.

Verhaltensregeln sind der erste Schritt zu einer guten Einbruchsicherung

Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen bieten vor Ort eine kostenlose Beratung zur Einbruchsicherung an. Neben Hinweisen zur technischen Sicherheit empfiehlt die Polizei, einfache Verhaltensregeln einzuhalten:

  • Fenster und Türen sollten beim Verlassen der Wohnung immer geschlossen werden, Türen nicht nur zuziehen, sondern verriegeln.
  • Wenn Sie nicht da sind, simulieren Sie Anwesenheit, indem der Briefkasten stets geleert ist und beispielsweise per Zeitschaltuhr Licht ein- und ausgeschaltet wird.
  • Sind Sie Zuhause, reagieren Sie immer auf Klingeln, geben Sie aber Fremden keine Auskunft über Ihre Nachbarn und verschaffen Sie sich durch Gegensprechanlage, Türspione, Kasten- oder Querriegelschlösser zusätzliche Sicherheit.

Die richtige Tür: So verbessern Sie den Einbruchschutz

Bei Neu- und Umbauten sollten Sie geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Türen nach DIN EN 1627 einbauen. Sie gewährleisten mit der Widerstandsklasse (RC)2 einen guten Einbruchschutz, weil sie in ihrer Gesamtkonstruktion keinen Schwachpunkt bieten. Natürlich können Sie Ihre alten Türen und Terrassentüren auch mit einem Einbruchschutz nachrüsten. Dann sollte die Nachrüstung für alle Elemente wie Türblätter, -rahmen, -bänder, -schlösser und -beschläge gut aufeinander abgestimmt sein. Sicherheit bietet auch der Einbau von guten Zusatzschlössern (z.B. mit Sperrbügel) oder Querriegelschlössern. Sichern Sie Nebeneingangstüren ebenso gut vor Einbrechern wie die Haupteingangstür.

Sichere Fenster: Einbruchschutz an der richtigen Stelle

Auch bei Fenstern gilt: Der Einbruchschutz kann im Nachhinein deutlich verbessert werden, zum Beispiel durch Zusatzsicherungen wie Kastenschlösser, Fensterstangenschlösser und Bändersicherungen. Die Sicherung sollte immer Band- und Griffseite umfassen, wobei die griffseitige Zusatzsicherung immer abschließbar sein sollte. Gewöhnliche Fensterbeschläge sollten außerdem durch einbruchhemmende Beschläge ersetzt werden. Bei häufig gekippten Fenstern (wie z.B. im Badezimmer) kann eine zusätzliche Sicherung über ein Gitter sinnvoll sein.

Eine Alarmanlage komplettiert den Einbruchschutz

Zusätzlich zur mechanischen Sicherung empfiehlt sich ein elektronisches Sicherheitssystem in Form einer Alarmanlage. Diese reagiert prompt − sei es mit lautstarken internen Signaltönen zur Warnung der Bewohner und Abschreckung des Einbrechers oder mit einer lautlosen Weiterleitung an die Notruf- und Serviceleitstelle von Sicherheitsunternehmen oder der örtlichen Polizeileitstelle. So steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Polizei den Täter fasst. Die Stadtwerke Peine haben mit HAUSSICHERHEIT PLUS ein umfassendes Sicherheitspaket aus einer Hand für Sie geschnürt, dessen Herzstück eine Funkalarmanlage ist.

Eine Videoüberwachung alleine reicht indes nicht aus: Zwar wird der Täter gefilmt, aber niemand wird unmittelbar über den Einbruch informiert. Eine Videoüberwachung ist also immer nur in Kombination mit einer Alarmanlage sinnvoll. Bewegungsmelder hingegen sind schon mal eine große Hilfe: Denn ein Einbrecher steht nicht gern im Rampenlicht.

Einbruchschutz bei Mietwohnungen − wer ist verantwortlich?

Auch Mieter können einiges tun, um Einbrechern das Eindringen in Ihre Wohnung zu erschweren. Verschließbare Eingangs- und Wohnungstüren sind für den Vermieter Pflicht. Wer darüber hinausgehenden Einbruchschutz wünscht, kann nach Abstimmung mit dem Vermieter selbst aktiv werden. Da bei Auszug der ursprüngliche Zustand der Wohnung wiederhergestellt werden muss, empfiehlt es sich, einen Einbruchschutz für Fenster und Türen zu wählen, der rückstandslos entfernt werden kann.

Wie reagieren, wenn es passiert ist?

Bemerken Sie bei sich oder den Nachbarn einen Einbruch, sollten Sie auf keinen Fall den Helden spielen. Verlassen Sie den möglichen Tatort, um keine Spuren der Täter zu vernichten. Anschließend sollten Sie direkt die Polizei verständigen.

Der nächste Schritt ist ein Anruf bei der Versicherung. Für die sollten Sie eine Wertsachenliste mit den verschwundenen Dingen anlegen und alle beschädigten Gegenstände bis zur vollständigen Klärung aufbewahren.

Der Staat hilft beim Einbruchschutz

Übrigens: Für einen guten Einbruchschutz gibt es staatliche Förderung. Wie Sie die beantragen und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.